Autonomie am Lebensende (2018-2023)

Projektgegenstand

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit von mehreren (chronischen) Erkrankungen gleichzeitig betroffen zu sein. Neben Chronizität von Erkrankungen und Multimorbidität geht die Zunahme des Lebensalters auch mit einem höheren Risiko einher, von psychischen Erkrankungen betroffen zu sein.

Die Versorgung chronisch kranker, schwerkranker oder pflegebedürftiger Menschen gewinnt angesichts der demographischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Ältere, pflegebedürftige Menschen in Pflegeeinrichtungen bilden daher eine zentrale vulnerable Gruppe innerhalb der Strukturen des Gesundheitswesens - insbesondere an deren Lebensende. Die Frage, wie es gelingen kann, die Autonomie von älteren, pflegebedürftigen, sterbenden Menschen im Setting der stationären Altenpflege zu fördern, ist zentral für eine personen- bzw. patientenzentrierte Versorgungsgestaltung in der letzten Lebensphase.

Projektziel

Ziel des Pilotprojekts ist die Entwicklung eines bedarfs- und bedürfnisgerechten unterstützenden Konzepts für die Vorausplanung der medizinischen Behandlung und Versorgung am Lebensende. Das Konzept soll

  • partizipative Entscheidungsfindungs- und Vorausplanungsprozesse zur medizinisch-therapeutischen, pflegerisch-begleitenden Versorgung am Lebensende ermöglichen,
  • das Autonomiebedürfnis und das Fürsorgebedürfnis von Menschen, die für ihre letzte Lebensphase vorausplanen, berücksichtigen und einen Beitrag zum Erhalt von Lebensqualität leisten,
  • unter gegebenen Strukturen und Rahmenbedingungen in stationären Pflegeeinrichtungen umsetzbar sein
  • sowie Entscheidungs- und Handlungssicherheit im professionellen Handeln der beteiligten Akteurinnen und Akteure in stationären Pflegeeinrichtungen gewährleisten.